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Die deutsche Ostseeküste - von Flensburg nach Usedom


Die deutsche Ostsee bietet mit ihrer über 2.000 Kilometer langen Küste, einschließlich der Förden in Schleswig-Holstein und der Bodden und Wieks in Mecklenburg-Vorpommern, vielfältige Gelegenheiten um im Norden Deutschlands einen erholsamen, erlebnisreichen und zugleich sportlich-aktiven Urlaub am Meer zu verbringen.

Zwischen Flensburg und Kiel

Vor dem Schleswig-Holsteinischen Hügelland verläuft rund ein Viertel der deutschen Ostseeküste in einer weit geschwungenen Linie zwischen Flensburg und dem Ostseeheilbad Travemünde. Das Klima an der Ostseeküste ist im Gegensatz zur raueren Nordseeküste zumeist milder.
Flensburg, die Stadt in der das Kraftfahrt-Bundesamt zu Hause ist und in der Beate Uhse die Ehrenbürgerschaft erhielt, präsentiert seine zahlreichen historischen Sehenswürdigkeiten, zwischen dem als Wahrzeichen geltenden Nordertor und dem ältesten Haus der Stadt am Südermarkt, in unmittelbarer Nähe des Hafens. Zwischen Cafés, Restaurants und urigen Kneipen lädt das Schifffahrtsmuseum zu einem Besuch ein, stellt die Nikolaikirche ihren prächtigen Renaissance-Orgelprospekt vor und erzählt der alte Westindienspeicher von den ehemaligen Handelsverbindungen der Stadt.

Nur wenige Kilometer entfernt, zeigt sich an der südöstlichen Fördeseite in Glücksburg das wohl schönste Wasserschloss Deutschlands, das Ende des 16. Jahrhunderts erbaut wurde und als die „Wiege der Königshäuser Europas“ gilt. Östlich des sich anschließenden Holniser Kliffs, das steil zur Flensburger Förde abfällt, liegt ein Bereich der Ostsee, der besonders bei ruhiger See als ein Paradies für Segler und Surfer gilt.
Nachdem die Schleimündung bei Kappeln sich als ein bei Führungen zu erkundendes Vogelschutzgebiet gezeigt hat, bietet sich der nur wenige Kilometer von der Küste landeinwärts liegende Wittensee als eine Art Geheimtipp für Badegäste aber auch für Segler, Surfer und Angler an.
Im weiteren Verlauf der Ostseeküste hält Eckernförde einen etwa vier Kilometer langen Sandstrand, einen Erlebnishafen, von dem aus auch Ausflugsfahrten starten, und ein Meerwasser-Wellenbad für einen unvergesslichen Urlaub an der Ostsee bereit.

Die Hansestadt Kiel hat nur wenig alte Bausubstanz zu bieten. Ihre Attraktivität lebt vor allem von der rund 17 Kilometer langen Kieler Förde, an deren Ufern sich mehrere Seebäder wie Schilksee oder Strande befinden, und von ihren Hafenanlagen mit dem Schifffahrtsmuseum sowie vom mitten in der Stadt befindlichen Kleinen Kiel, dem größten Freigehege für Seevögel in Deutschland.

Insel Fehmarn

Nachdem die bei Urlaubern beliebte Strandregion um Schönberg mit seinen Ortsteilen Kalifornien und Brasilien passiert ist, taucht mit Fehmarn die drittgrößte deutsche Ostseeinsel auf. Ihr Sonnenreichtum lässt die zahlreichen Strände der Insel fast zu keiner Jahreszeit menschenleer erscheinen und die vielen Sehenswürdigkeiten wie die fünf Leuchttürme Flügge, Staberhuk, Strukkamphuk, Marienleuchte und Westermarkelsdorf sowie ihre Mühlen, die Burgruine Glambek und das Meereszentrum Fehmarn sorgen in deren Hinterland für genügend Ausweichmöglichkeiten bei schlechtem Wetter.

Hansestadt Lübeck

Nahezu eingeschlossen vom Wasser der Trave und verschiedenen Hafenanlagen zeigt sich die Innenstadt von Lübeck. Nicht nur das monumentale Holstentor, sondern auch Bauwerke wie das mehrfach umgestaltete Rathaus, die Marienkirche mit ihren zwei 125 Meter hohen Türmen oder das Ensemble der früher als Salzspeicher dienenden Backsteingiebelhäuser sind einen Besuch in dieser altehrwürdigen Hansestadt jederzeit wert. Nicht zu vergessen, dass hier auch das köstliche, gesetzlich geschützte Lübecker Marzipan in einem der gediegenen Cafés verkostet werden kann.

Als Lübecks „schönste Tochter“ gilt das 1802 gegründete Ostseebad Travemünde. Hier haben Bade- und Strandvergnügen Hochkonjunktur, modernste Kurmitteleinrichtungen sorgen für ein anspruchsvolles Freizeitvergnügen und ein Spaziergang auf dem kilometerlangen Steilufer, das in Richtung Niendorf führt, erlaubt einen herrlichen Blick über die Lübecker Bucht bis hinüber ans Ufer Mecklenburgs.

Zwischen Wismar und Nienhagen

Backsteingotik vom Feinsten lässt sich besonders eindrucksvoll erleben, wenn ein Besuch in der alten Hansestadt Wismar von der Ostsee aus mit dem Schiff erfolgt. In ihr erinnern heute noch rund 200 denkmalgeschützte Gebäude an den einstigen Reichtum ihrer Kaufleute. Das Zentrum der Stadt bildet der Markt mit der um das Jahr 1600 erbauten Wismarer Wasserkunst, dem ältesten Bürgerhaus der Stadt und dem Rathaus. Unmittelbar daneben zeigt das Archidiakonat die Backsteingotik in höchster Vollendung.
Die vor der Wismarer Bucht liegende Insel Poel gilt sowohl als das Naherholungsgebiet der Stadt gleichzeitig aber auch als Urlaubsziel von vor allem  ruhesuchenden Feriengästen.

Im Verlauf der Küste in Richtung Osten schließen sich die Ostseebäder Rerik, Kühlungsborn und Heiligendamm an. Letzteres ist zugleich Stadtteil von Bad Doberan, das besonders durch sein Kloster mit dem Doberaner Münster überregionale Bekanntheit erlangt hat. Auch beginnt beziehungsweise endet hier die Linie der als „Molli“ bekannten Bäderbahn, die über Heiligendamm nach Kühlungsborn führt.
Hinter dem Kliff, beim Ostseebad Nienhagen, haben vom Wind zerzauste, teilweise verkrüppelte Buchen mit ihrer weißlichen Borke einem Waldstück zur Bezeichnung als Gespensterwald verholfen.

Von der Hansestadt Rostock auf die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst

Die Hansestadt Rostock präsentiert mit ihrem Stadtteil Warnemünde eines der bekanntesten Seebäder an der Ostseeküste. Veranstaltungen wie die jährlich stattfindende Warnemünder Woche und die Hanse Sail sowie der Warnemünder „Teepott“ locken unzählige Touristen an den mit bis zu 150 Meter breitesten Sandstrand der Ostsee. Neben dem Leuchtturm zählen die malerischen Häuser am Alten Strom, die kleine Läden und Restaurants beherbergen, sowie die Seepromenade, von der ein Teil als Planetenwanderweg gestaltet ist, zu Warnemündes attraktivsten Orten.
Rostock selbst besitzt viel historische Bausubstanz, die bei einem Stadtrundgang vom Kröpeliner Tor über das Kloster zum Heiligen Kreuz bis hin zum türmchenbekrönten Rathaus und dem Palais am Strand der Unterwarnow erkundet werden kann. Weiter in Richtung Stralsund gelangt man hinter dem sich an der Küste entlang ziehenden Seeheilbad Graal-Müritz mit einem der größten Rhododendronparks Deutschlands auf die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst. Eine äußerst beliebte Region für Urlaub an der Ostseeküste. Sie besitzt eine sehr abwechslungsreiche Küstenlandschaft, die sowohl lange weiße Sandstrände als auch Abschnitte mit Steilküste und das Naturschutzgebiet des Ahrenshooper Holzes zu bieten hat. Erwähnenswerte Urlaubsorte sind neben Prerow und Ahrenshoop, den zwei bekanntesten Seebädern der Halbinselkette, die Boddenförfer Wieck a. Darß und Born a. Darß.

Hansestadt Stralsund

Stralsund besitzt wie auch Wismar eine historische Altstadt, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Besonders die prächtig verzierten hohen Giebel der aneinander geschmiegten Bürgerhäuser, mehrere Kirchen und der profane Bau des mit einer prunkvollen Schaufassade versehenen Rathauses ragen aus ihrem Ensemble heraus. Daneben gilt das an mehreren Standorten befindliche Deutsche Meeresmuseum mit einer Vielzahl lebender Meeresbewohner als das meistbesuchte Museum Norddeutschlands.

Rügen: Deutschlands größte Insel

Von Stralsund aus führt die vor wenigen Jahren neu errichtete Rügenbrücke über den Strelasund auf Deutschlands größte Insel Rügen. Ihre endlos erscheinenden Sandstrände, die mächtigen weißen Kreidefelsen und die mit der Hauptinsel verbundenen Halbinseln Jasmund und Wittow profitieren von einem besonders sonnenreichen Klima, was mit dazu geführt hat, dass Rügen heute als eines der beliebtesten Urlaubsgebiete in Deutschland gilt.

Neben den Naturschönheiten, die Deutschlands kleinster Nationalpark Jasmund mit den Kreidesäulen der Stubbenkammer und dem 118 Meter hohen Königstuhl zu bieten hat, zählen besonders das Kap Arkona als Nordspitze Rügens und die mit der Fähre erreichbare Insel Hiddensee, westlich von Rügen, als begehrte touristische Ausflugsziele. Während der Badesaison gehören die Ostseebäder Binz, Sellin, Baabe und Göhren, die sich von der Ostküste der Insel bis ins Mönchgut ziehen, zu den gefragtesten Urlaubsorten. Binz und Sellin besitzen zwei, je über 350 Meter lange Seebrücken. Ihre weißen, mit Erkern, Loggias, Türmchen und Veranden verzierten Villen verkörpern noch heute die Bäderarchitektur des ausgehenden 19. Jahrhunderts, die sich entlang der Seepromenade in Binz und in der Wilhelmstraße in Sellin am eindrucksvollsten darstellt. Alle vier Seebäder sind mit dem als Schmalspurbahn verkehrenden „Rasenden Roland“ verbunden, der seine Passagiere auch weiter ins Innere der Insel bis zur weißen Stadt Putbus bringt.

Hansestadt Greifswald

Östlich von Rügen, an der Küste des Greifswalder Boddens, liegt die Universitäts- und Hansestadt Greifswald. In ihr sorgen kleine Giebelhäuser, mehrere Backsteinkirchen und das Rathaus am mittelalterlichen Markt für eindrucksvolle Urlaubsmotive, die bereits dem in dieser Stadt geborenen romantischen Maler Caspar David Friedrich als Vorlage für einige seiner Bilder dienten. Das Pommersche Landesmuseum widmet ihm einen Teilbereich seiner Ausstellung. Einen herrlichen Überblick über die Stadt bis zu den Inseln Rügen und Usedom bietet sich vom rund 100 Meter hohen Turm des Doms St. Nikolai, dessen in 60 Meter Höhe liegende Aussichtsplattform allerdings über 264 Stufen erklommen werden muss.

Insel Usedom: An Europas längster Strandpromenade

Der östlichste Küstenabschnitt der Ostsee in Deutschland wird von der Insel Usedom gebildet. Sie zählt mit ihren durchschnittlich 1906 Sonnenstunden pro Jahr als sonnenreichste Ostseeinsel und hält mit ihrer zwölf Kilometer langen Strandpromenade, die von Bansin bis in den polnischen Ort Swinemünde führt, sogar einen europäischen Rekord. An ihr reihen sich entlang der drei als Kaiserbäder bezeichneten Orte Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck majestätische klassizistische Prachtbauten und beeindruckende Villen im Stil französischer Renaissancepaläste.
Von ihren attraktiv gestalteten Seebrücken ist die in Ahlbeck die Einzige im Originalzustand erhaltene ihrer Art, während Heringsdorf die mit 508 Metern längste in Deutschland besitzt. Auf ihr befinden sich ein Restaurant, Geschäfte und ein Muschelmuseum. Kurkonzerte, Großveranstaltungen im Heringsdorfer Kaiserbädersaal, mehrere jährlich stattfindende Modeevents und ein Casino sorgen für ein belebtes mondänes Leben in diesen touristischen Hochburgen.

Weitere Seebäder, zu denen die drei Bernsteinbäder gehören, Europas größte Schmetterlingsfarm in Trassenheide, das Historisch-Technische Museum in Peenemünde oder auch das zum Museum umgewandelte ehemalige Atelier des Malers Niemeyer-Holstein bei Koserow tragen dazu bei, dass sich die Insel Usedom als eine große erholsame Erlebniswelt zeigt.

Übernachten in der Ostseeregion

Von Glücksburg bis Ahlbeck finden Sie in unserem Verzeichnis für Gastgeber an der Ostsee bezahlbare Unterkünfte für Ihren Ostseeurlaub.

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